sind die Stadtpatrone Radolfzells, sie sind die drei „Hausherren“.
Hausherren
Hausherrenfest
Das Hausherrenfest wird in Radolfzell immer am dritten Sonntag im Juli gefeiert.
Ursprünglich war es ein christliches Fest im Gedenken und zu Ehren der Stadtpatrone Theopont, Senesius und Zeno, der drei „Hausherren“.
Über die Zeit ist auch ein Fest mit vielen weltlichen Aspekten entstanden, an dem die ganze Stadt auf den Beinen ist.
Von Freitag bis Montag gibt es viele kirchlich geprägte Elemente, aber auch ein buntes Programm für Jung und Alt in der Stadt und am Ufer.
Einen Höhepunkt gibt es am Montagmorgen, wenn mit Blumenkränzen geschmückte Boote über den See gerudert kommen: Die Mooser Wasserprozession als Danksagung dafür, dass die Mooser Bürger im Jahr 1796 von einer Viehseuche verschont wurden. Die Pilger von der Höri werden am Ufer von Hunderten Menschen empfangen. Nach einer Prozession durch Radolfzell schließt sich das „Mooser Amt“ im Münster an.
Ursprünglich war es ein christliches Fest im Gedenken und zu Ehren der Stadtpatrone Theopont, Senesius und Zeno, der drei „Hausherren“.
Über die Zeit ist auch ein Fest mit vielen weltlichen Aspekten entstanden, an dem die ganze Stadt auf den Beinen ist.
Von Freitag bis Montag gibt es viele kirchlich geprägte Elemente, aber auch ein buntes Programm für Jung und Alt in der Stadt und am Ufer.
Einen Höhepunkt gibt es am Montagmorgen, wenn mit Blumenkränzen geschmückte Boote über den See gerudert kommen: Die Mooser Wasserprozession als Danksagung dafür, dass die Mooser Bürger im Jahr 1796 von einer Viehseuche verschont wurden. Die Pilger von der Höri werden am Ufer von Hunderten Menschen empfangen. Nach einer Prozession durch Radolfzell schließt sich das „Mooser Amt“ im Münster an.
Heiliger Theopont und Heiliger Senesius
Bischof Theopont (= Brücke zu Gott) weigerte sich, vor Kaiser Diokletian in Nikomedia (Kleinasien) Götzen anzubeten.
Der aus Ägypten herbeigerufene Zauberer Theonas sollte ihn durch seine Zauberkunst von der Nichtigkeit des Christengottes überzeugen, was ihm nicht gelang. Theonas bekehrte sich, ließ sich von Bischof Theopont taufen und nahm den Namen Senesius (griech. = der Erleuchtete) an.
Beide erlitten den Märtyrertod in der diokletianischen Christenverfolgung um 303, Kleinasien.
Ihre Reliquien brachte Bischof Radolt 830 aus dem Kloster S. Fusca bei Treviso mit, während die Schädel in einem kostbaren „Langobardenschrein“ in S. Silvestro / Nonantola verehrt werden.
Der römische Kaiser Diocletian und einer seiner Mitregenten weilten in ihrer Sommerresidenz in Nikomedien, als am 24. Februar 303 dort der Befehl zur Christenverfolgung verkündet wurde. Der Genius des Kaisers, der Götze Apoll, sollte als Zeichen der Kaisertreue und der Reichseinheit angebetet werden. 40 Jahre waren seit der letzten Christenverfolgung vergangen. Theopont, ein Bischof in Nikomedien, sollte als erster anbeten, doch er weigerte sich, denn allein dem dreifaltigen Gott gebührt die Anbetung. Daraufhin wurde Theopont zur Folter verurteilt. Man liess ihn im Gefängnis hungern, doch ihm erschien Christus als Kind und stärkte ihn. Grausame Folterungen folgten, doch keine konnte seine Christustreue brechen.
Da vermutete der Kaiser den Einfluss dämonischer Mächte, deshalb liess er den Dämonenbeschwörer (Zauberer) Theonas kommen. Der zeigte seine „Kunst“ durch Spaltung eines Ochsen und reichte dann dem Bischof Theopont einen „Giftrank“ und einen „vergifteten Kuchen“. Doch Theopont überlebte ohne Schaden.
Dies öffnete dem Dämonenbeschwörer Theonas die Augen für die Macht Christi, und er liess sich von Bischof Theopont auf den Namen Senesius (der Erleuchtete) taufen.
Der Kaiser verurteilte in unbeschreiblichem Zorn daraufhin Theopont und Senesius zum Tode.
Die Offenbarung Christi durch das Zeugnis des Theopont scheidet die Menschen in „Erleuchtete“, wie Senesius und in „sich verschliessende Blinde“, wie der Kaiser. Die beiden Heiligen gehen ein in das Reich des Lebens, „erhalten den Lohn im Himmel“; der Kaiser bleibt zurück im Reich des Todes, der vergänglichen Welt.
Die Märtyrer sind ein Beispiel, dass sich Christi Verheissungen erfüllen. Zugleich werden sie zur Aufforderung, Christus nachzufolgen. Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)
Heiliger Zeno
Zeno (achter Bischof von Verona, gest. 371/72), den die Veroneser den lächelnden Bischof nennen, war einer der Vorgänger Radolts, des Gründers von Radolfzell.
Durch seine Tatkraft und Wortgewalt vermochte er die Menschen von Christus zu überzeugen. In den erhaltenen Traktaten (Predigten) legt er den Finger in die Wunden seiner Zeit, so etwa wenn Mächtige die Armen mit legalen Mitteln zu betrügen versuchen.
Aus dem Traktat 20 des 2. Buches von St. Zeno, Bischof von Verona
Geliebte Schwesten und Brüder,
nichts ist für den Menschen, der geboren ist, vor allem so notwendig und angemessen, als sich selbst kennenzulernen.
nichts ist für den Menschen, der geboren ist, vor allem so notwendig und angemessen, als sich selbst kennenzulernen.
Denn es ist ein Stück Wahnsinn, wenn er, der nicht einmal Aufschluss über sein eigenes Leben geben kann, solchen über das Geheimnis der Natur zu gewinnen versucht;
denn die Elemente können in menschlichen Worten nicht schöner und wahrheitsgetreuer zur Darstellung kommen, als sie von Gott geschaffen wurden oder in die Erscheinung treten.
denn die Elemente können in menschlichen Worten nicht schöner und wahrheitsgetreuer zur Darstellung kommen, als sie von Gott geschaffen wurden oder in die Erscheinung treten.
Wenden wir deshalb unseren Blick auf das, was uns selbst angeht, darauf, was es bedeutet, wenn Gott sagt:
„Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis.“
„Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis.“
„Und es schuf Gott“, heißt es, „den Menschen nach dem Bild und Gleichnis Gottes.“
Alter Hausherrentag
Manche erinnern sich noch daran, dass in Radolfzell gern auch der alte Hausherrentag am 4. Januar begangen wurde – ein Gedenktag im Bistum Konstanz bis zur Verlegung des Festes in den Sommer.
Inzwischen nennt das Römische Martyrologium – das Verzeichnis aller in der römisch-katholischen Kirche gemeinsamen Feste – für Nikomedia in Bithynien den Festtag der hl. Theopont und Theonas am 3. Januar.
Seit 2012 lassen wir deshalb den Brauch wieder aufleben, an diesem Tag der beiden Märtyrer zu gedenken.
3. Januar – Gedächtnis der hl. Theopont und Theonas (Senesius)
Bezug zur Hl. Schrift

Bezogen auf den heiligen Theopont:
- Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, das sie mich vor euch gehasst haben.
Der Sklave ist nicht grösser als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. (aus Joh 15)
Bezogen auf den Kaiser Diocletian:
- An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas:
Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. (Mt 13,14)
Bezogen auf den heiligen Senesius:
- Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.
Amen, ich sage euch: Viele Propheten haben sich danach gesehnt zu sehen was ihr seht, zu hören, was ihr hört, (Mt 13,16+17)
Bezogen auf die ganze Legende:
- Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird gross sein. (Mt 5,11)
- Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor den Heiden Zeugnis ablegt. (Mt 10,18)
- Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. (Mt 10,34+39)





